Baumgartner lobt rechtsextremen Identitären-Chef

Facebook-Posting sorgt für Wirbel

Baumgartner lobt rechtsextremen Identitären-Chef

Der Auftritt des rechtsextremen Identitären-Chefs Martin Sellner bei "Talk im Hangar 7" schlägt weiter hohe Wellen. Nachdem es schon vorher zum Eklat kam, weil drei Gäste wegen Sellner absagten, geht es auch nach dem Auftritt im Internet rund. Vor allem auf Twitter wird der Auftritt Sellners hart kritisiert. Ihm zur Seite springt jetzt ausgerechnet Felix Baumgartner. Der Extremsportler, der vor allem auf Facebook immer wieder zum Rundumschlag gegen Gegner und Medien ausholt, verteidigt jetzt den Auftritt des Identitären auf Servus TV.

Heulsusen und Hofberichterstatter
Vor allem den Kritikern der Einladungspolitik des Salzburgers Senders geht es dabei an den Kragen.  Politiker und Medien bekommen dabei besonders ihr Fett ab. Sie werden in dem Wut-Posting des Salzburgers als „Heulsusen“  („dumme Tweets von “Heulsusen” wie Janine Wulz, grüne Studentenpolitikern in Wien“) und „Hofberichterstatter“ bezeichnet.

Lob für Indentitären
Doch als wäre dem nicht genug, setzt der extrovertierte Stratos-Mann noch einen drauf und sympathisiert offenbar mit den rechtsextremen Sellner und will keine rechtsextremen Tendenzen beim streitbaren Aktivisten erkennen: „Martin Sellner hat mich in dieser Sendung MEHR überzeugt, als die meisten Politiker zusammen in den vergangenen Jahren.
Ein junger intelligenter Gesprächspartner, der durch Eloquenz, Höflichkeit und guten Argumenten besticht- vom Rechtsradikalen KEINE Spur!“

Seine Fans auf Facebook sind jedenfalls begeistert, ob seiner offenen Worte: "Stark dass du den Mut hast dich oft so zu äußern!" oder "Du bist einfach der geilste typ Felix . Du lebst die Meinungsfreiheit" lauten die Kommentare unter seinem Posting. Darunter mischt sich aber auch die ein oder andere kritische Stimme: "War vielleicht doch ein bisschen hoch, Felix. Wer nicht checkt, dass die Identitären eine protofaschistische Ursuppe ist, der sollte echt noch mal die Schulbank drücken."

In Ungnade gefallen: Trotzdem Lob Für Red Bull-Sender
Interessant: Baumgartner selbst dürfte im Hause Red Bull jedoch in Ungnade gefallen sein. Am 14. Oktober 2012 schrieb Felix Baumgartner bekanntlich Geschichte, als er aus fast 39.000 Metern Höhe mit einem Fallschirm absprang. Für ÖSTERREICH Journalist und Autor Wolfgang Fürweger war Red Bull Stratos „das erfolgreichste PR-Projekt der Wirtschaftsgeschichte“. Dennoch soll Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz seit dem Sprung mit Baumgartner kein Wort mehr gesprochen haben. Grund laut Gerüchten: Baumgartner hätte vor dem Sprung ­sagen sollen: „This is the world of Red Bull.“ Er sagte aber: „I’m going home now.“

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