Video zum Thema Messerstecherei im Prater
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Jugend-Gangs gingen aufeinander los

Bandenkrieg beim Prater eskaliert

Die Bundeshauptstadt kommt nicht zur Ruhe: Samstagabend kam es im Park bei der Venediger Au, der im Volksmund nur noch „Afghanenwiese“ genannt wird, zu einer blutigen Auseinandersetzung zwischen mindestens zehn Jugendlichen; die Hälfte davon waren afghanische Jugendliche (die als unbegleitete Flüchtlinge nach Österreich gekommen waren), die anderen fünf waren Tschetschenen – und dass es zwischen jungen Männern dieser beiden Volksgruppen in Wien einen offenen Krieg gibt, ist spätestens seit den Ereignissen im März am Handelskai klar.

Massenrauferei könnte mit Prozess zusammenhängen

Damals gingen bis zu 50 Afghanen mit Holzlatten, Eisenstangen, Messern, Schraubenziehern, Ketten und Schlagringen auf eine zahlenmäßig kleinere Gruppe von Tschetschenen los – weil auf einem Facebook-Posting die Mutter eines Beteiligten beleidigt worden war. Am Freitag war am Landesgericht in Wien der zweite von mindestens vier Prozesstagen, und dass die Keilerei einen Tag später in der Venediger Au damit zusammenhängen könnte, liegt nach recht deftigen Droh-SMS (siehe Kasten links), die bei der Verhandlung sogar vorgelesen wurde, auf der H and.

Jetzt Angst vor Rache-
Aktionen für Messerstiche

Wohl nicht zufällig trafen einander am Samstag um 21 Uhr Vertreter der beiden Gangs auf der „Afghanenwiese“ und lieferten sich eine Schlägerei, die erst durch eine Messerattacke gleichsam beendet wurde: Dabei wurde ein 20-jähriger Afghane dreimal in den Oberkörperbereich gestochen. Das Opfer wurde ins Krankenhaus gebracht, laut den behandelnden Ärzten besteht keine Lebensgefahr. Stehen Rache-Aktionen bevor? Das Landeskriminalamt hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

Die Beleidigungen im Wortlaut: Droh-SMS als Auslöser?

Neun Afghanen und ein Somalier, die im März als Teil einer noch größeren Gruppe beim Handelskai auf ein Dutzend Tschetschenen losgegangen waren, stehen derzeit am Landesgericht Wien vor dem Richter. Am 10. und 11. November folgen die nächsten Termine, wobei es der jüngste am Freitag schon in sich hatte: Da tauchten Droh-SMS der Tschetschenen gegen die Afghanen auf, die der Richter im Wortlaut vorlas: „Ich werde deine ganze Familie ficken, du Hurensohn“. „Wir werden euch eure Messer in den Arsch stecken“, „Wir wissen, wo du wohnst, du Missgeburt. Du Schlampe, du bist kein Mann“ oder „Wir werden euch die Eisenstangen auf eure Köpfe schlagen.“ Kam es deshalb zur Randale tags darauf in der Venediger Au?

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